Zahlreiche Gäste konnte Hausherr Gerhard Zach in den Räumen der Herder Buchhandlung in der Wollzeile 33 in Wien bei der Präsentation des neuen Buches von Bischof Benno Elbs "Wo die Seele atmen lernt" begrüßen. Auch Johannes Sachslehner von Styria Verlag freute sich über das rege Interesse.

Dietmar Neuwirth, Redakteur der Tageszeitung „Die Presse“ als Moderator des Abends bat Bischof Benno gleich zu Beginn, einen sehr berührenden Abschnitt aus dem Buch über „Das Sterben von Frau M.“ vorzulesen. Solche Verletzungen durch harte und unbarmherzige Haltungen von zumeist wohlmeinenden Vertretern der Kirche waren für Bischof Elbs ein Grund, sich bei der Synode für einen pastoralen Weg stark zu machen.

Das Prinzip „keine neuen Regeln“ im synodalen Schreiben „Amoris laetitia“ sehen viele als einen eher bescheidenen Kompromiss an, merkte Neuwirth kritisch an. Auch Weihbischof Helmut Krätzl hätte sich über pastorales menschliches Verständnis hinaus klare kirchenrechtliche Regelungen gewünscht. Neue Regeln könnten die „franziskanische Wende“ des Begleitens, Unterscheidens und Integrierens und einer Aufwertung des Gewissens zu sehr einengen, gab Bischof Benno zu bedenken. Angetan von diesem pastoralen Weg der Familiensynode zeigte sich auch Renate Moser, Kategoriale Seelsorge der Erzdiözese Wien, gerade auch als Leiterin der Plattform für Geschiedene und Wiederverheiratete in der Kirche.

Fazit des Abends: Es lohnt, sich tiefer mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das „franziskanische Prinzip“ des Begleitens, Unterscheidens und Integrierens kann auch auf viele andere gesellschaftliche und soziale Fragen und Herausforderungen angewendet werden. Ein Prinzip Hoffnung.

Auch bekannte Vorarlberger in Wien wie OGH-Präsident Dr. Eckart Ratz oder Caritas Generalsekretär Bernd Wachter nützten die Gelegenheit, den Vorarlberger Bischof zu treffen.