Bischof Dr. Elmar Fischer zeigt sich tief betroffen von den Katastrophenmeldungen aus Japan: „Eine solch unerbittliche und fatale Abfolge katastrophaler Ereignisse löst in vielen von uns Fassungslosigkeit aus.“

Er ladet die Menschen ein, in den Gottesdiensten am Sonntag ein Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern und den Notleidenden zu setzen und für sie zu beten. „Vor allem bitten wir, dass die Menschen in Japan wieder Hoffnung und Zuversicht finden.“

Bischof Fischer verweist auch darauf, dass die Caritas und andere Hilfsorganisationen bereits Spenden sammeln, „um den Gebeten auch konkrete Taten folgen zu lassen und im Krisengebiet aktiv helfen zu können.“

In einem zweiten Schritt gelte es dann auch, so Bischof Fischer, „die nötigen Lehren aus dieser Katastrophe zu ziehen“. Er sehe keine Alternative zu einem raschen Ausstieg aus der Atomtechnologie für die Energiegewinnung. Diese Technologie sei letztlich für den Menschen nicht beherrschbar und belaste auch dann, wenn es nicht zu solch schrecklichen Ereignissen kommt, die Menschheit über viele Generationen hinweg. Bischof Fischer plädiert für den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energiegewinnung.

„Diese berechtigte Forderung nach dem Abschalten der Atomkraftwerke muss konsequenterweise einhergehen mit der Bereitschaft, unseren ‚energiehungrigen’ Lebensstil zu überdenken und zu ändern.“ Ohne ein gewisses Maß an Vereinfachung und auch Verzicht im Sinne eines Lebensstils, der die Schöpfung nicht ausbeutet und der für alle Menschen möglich ist, werde es nicht gehen, so Bischof Fischer.

Von Dietmar Steinmair veröffentlicht am 17.03.2011

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