Zeit: Montag, 11.12.2017 um 16:00 bis Dienstag, 12.12.2017 um 17:00
Ort: Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast, Götzis (auf Karte anzeigen)

Sinn: das unverfügbar Wesentliche?
... von heilenden Beziehungen.

Moderne Gesellschaftsanalysen sehen zwei Pole, die uns steuern und beeinflussen: die rasante Beschleunigung und Entmenschlichung durch Technik, Wirtschaft, Medien und Konsumismus. Und zum anderen das zunehmende Fehlen von Perspektiven: ein letztes Ziel, eine Hoffnung, eine Aufgabe, eine Bestimmung im Leben zu erfahren; etwas, für das es sich wirklich lohnt. Der Mensch als Getriebener, der immer schneller unterwegs ist und gleichzeitig immer weniger weiß, wohin es denn eigentlich mit ihm soll?
Ein möglicher Gegenentwurf wäre das, was wir als Behutsamkeit beschreiben: mit Einfühlungsvermögen und Sanftheit zu leben und zu handeln. Anderen Menschen mit Respekt zu begegnen, genau und sorgfältig im Denken zu sein, rücksichtsvoll und schonend mit dem umzugehen, was vergänglich ist. Wir haben übersehen, dass wir nicht alles zum Gegenstand und zum verfügbaren Objekt machen können. In der Begegnung und der Auseinandersetzung mit dem "Du" entsteht das "Ich", wie uns schon Martin Buber mitgegeben hat. Immer mit dem Risiko, auf Neues, Anderes, Fremdes zu stoßen; letztlich nie berechenbar und ohne Garantien und Anspruch. Sich in mir selbst und anderen aufgehoben zu wissen ist letztlich Anfang und Ende jeden Lebens. Und in dieser Erfahrung liegt Sinn verborgen.

Referierende Prof. Dr. Marianne Gronemeyer, Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Wiesbaden
emerit. Univ. Prof. DDr Paul M. Zulehner, Universitätsprofessor für Pastoraltheologie und Religionssoziologie, Wien
Univ.-Prof. Dr. med. Joachim Bauer, Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut, Freiburg
Prof. Dr. Matthias Sutter, Professor für Volkswirtschaftslehre und Theologe, Innsbruck, Köln
Anmeldung , T 05522/200-1033
Termin Mo 11. Dezember, 16-21 Uhr und Di 12. Dezember, 10-17 Uhr