Die Zukunft der Kirche in Lustenau

 
In einem langen Prozess haben sich in den vergangenen Jahren die Verantwortlichen der Diözese und die Mitarbeiter der drei Pfarren mit der Zukunft der Kirche in Lustenau befasst. Angesichts der Entwicklungen, hier ist insbesondere der sich zuspitzende Priestermangel zu nennen, möchten wir Christen für die kommenden Jahre gerüstet sein. In vielen Treffen und zahlreichen einmütigen, aber auch kontroversiellen Diskussionen hat sich nun ein Plan herauskristallisiert, wie die Kirche in Lustenau in den kommenden Jahren organisiert sein soll. Pastoralamtsleiter Martin Fenkart beschreibt die mit den Lustenauer Priestern und ihren Mitarbeitern abgestimmte Vorgangsweise für die nächste Zeit:  
Die Diözese Feldkirch hat einen neuen Fahrplan für die künftige Zusammenarbeit der drei Pfarrgemeinden in Lustenau vorgestellt.  
Zum Zeitpunkt der Pensionierung des Kirchdorfer Pfarrers Josef Drexel im Sommer 2020 (in seinem 75. Lebensjahr) wird zwischen den beiden Pfarren Kirchdorf und Hasenfeld ein Pfarrverband errichtet werden.  
Beide Pfarren bleiben als eigenständige Pfarren erhalten. Ab 2020 „teilen“ sie sich einen Pfarrer, der beide Pfarren gemeinsam mit weiteren hauptamtlichen Laienmitarbeiter/innen, betreut.  
Aus heutiger Sicht soll auch die Pfarre Lustenau Rheindorf mindestens weitere fünf Jahre als Einzelpfarre erhalten bleiben. Ob danach ein Dreier-Verband der Pfarren bzw. ein Seelsorgeraum in Lustenau entstehen wird, bleibt offen und muss bis dahin in gemeinsamen Beratungen mit allen drei Pfarrgemeinden entschieden werden. Der frühestmögliche Zeitpunkt ist aus heutiger Sicht ab 2022 beziehungsweise dann, wenn die Diözesanleitung Pfarrer Thomas Sauter aus Lustenau Rheindorf, nach seinem langjährigen Engagement in Lustenau, eine neue Aufgabe anvertraut. 
Die Pfarrerstelle (Leitung) des künftigen Pfarrverbandes Hasenfeld – Kirchdorf wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 ausgeschrieben. In der Folge bleibt auch Pfarrer Anton Cobzariu, Pfarrer von Lustenau Hasenfeld, noch bis Sommer 2020 im Amt. Er macht sich mit der Errichtung eines künftigen Pfarrverbandes für eine neue Aufgabe in der Diözese Feldkirch bereit. 
Dieser Entscheidung waren Gespräche der Diözesanleitung mit den drei leitenden Priestern in Lustenau vorausgegangen. In einem weiteren Schritt waren auch die drei neu gewählten Pfarrgemeinderäte in die Zukunftsüberlegungen miteinbezogen worden. Alle sprachen sich klar dafür aus, in einem ersten Schritt den Pfarrverband zwischen Hasenfeld und Kirchdorf zu errichten und die Zusammenarbeit zwischen allen drei Lustenauer Pfarren in den kommenden Jahren zu intensivieren. So können Synergien genutzt und ein gutes seelsorgliches Angebot für alle Menschen in Lustenau ermöglicht werden. Die gemeinsamen Erfahrungen in der Zusammenarbeit der drei Pfarrgemeinden sollen die weiteren Schritte für die Zukunft weisen. 
Für die Zukunft ist von Seiten der Diözese vorgesehen, dass zwei Priester und diözesanfinanzierte hauptamtliche Laienmitarbeiter/innen (250 Stellenprozent) für den seelsorglichen Dienst in den drei Pfarrgemeinden zur Verfügung stehen. Die Zusammenarbeit und das Miteinander von Priestern und Laien wird für die künftige Gestaltung der Kirche in Lustenau wichtig sein. 
Pastoralamtsleiter Martin Fenkart 
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Kurz zusammengefasst:
2020: 
Pensionierung Pfr. Josef Drexel
Errichtung des Pfarrverbandes
  Hasenfeld – Kirchdorf
Ausschreibung Pfarrerstelle 
  (Leitung Pfarrverband)
2022: 
Ausschreibung der Pfarrerstelle
  Rheindorf
Zukünftig: 
eventuell Dreier-Verband / 
  Seelsorgeraum