CSI-Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:30 - 19:00 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Weitere Informationen über verfolgte Christen finden Sie unter www.csi.or.at 

Diese Woche beten wir speziell für folgende Fälle:

CSI-Gebetsstunde 9.2.2017

Vater im Himmel voll Vertrauen und voller Hoffnung auf deine Hilfe für unsere wegen ihres Glaubens Verfolgten  beginnen wir unser Gebet Im Namen des Vaters......

Pakistan
Es war in der Nacht, Sonntag, 29. Januar, als mit kräftigen Schlägen an die Tür des Hauses geklopft wurde, in dem der 70 Jahre alte Mukhtar Masih mit seiner Familie wohnt. Das Haus steht in Lambanwali in Pakistan. Als seine Schwiegertochter, Shaima, die Tür öffnete, wurde das Haus von zehn Polizisten des Polizeikommissariats von Gujranwala gestürmt. Sie verhafteten den Christen Mukhtar Masih und seine ganze Familie. Auf diese unangenehme Weise erfuhr Masih, daß er von einigen Muslimen angezeigt worden war. Laut der Anzeige des örtlichen Imams habe er Briefe mit beleidigendem Inhalt gegen den Islam und den Koran geschrieben. Am 26. Januar habe der Imam die Briefe erhalten. Die Polizei schritt wegen des berüchtigten Anti-Blasphemiegesetzes sofort ein, mit dem seit den 1980er Jahren in Pakistan Allah, der Islam und Mohammed „geschützt“ werden. Konkret sicherte die Polizei weder Beweise noch stellte sie Erhebungen an, ob Mukthar Masih überhaupt des Schreibens mächtig ist oder es sich um seine Handschrift handelt. Der einzige Schritt, den das Polizeikommissariat unternahm, war die sofortige Verhaftung Masihs. Ihm droht bei Verurteilung ein Strafmaß, das von mindestens zehn Jahren Gefängnis bis zur Hinrichtung durch den Strang reichen kann. Mit Masih wurde aus unerfindlichen Gründen auch seine ganze Familie verhaftet: seine Schwiegertochter, sein Sohn Anjum und seine drei Enkel im Alter von 8 bis 14 Jahren. Offenbar gilt in Pakistan Sippenhaftung. Alle Familienmitglieder wurden verhört. Erst als Menschenrechtsorganisationen aktiv wurden, konnte der Sohn mit seiner Familie nach Hause gehen. Sein Vater blieb in Haft.

Beten wir für Mukhtar Masih, daß er aus der Haft entlassen wird und beten wir für die Menschenrechtsorganisationen, die sich für die Verteidigung von Mukhtar Masih einsetzen und eine Petition zur Abschaffung des berüchtigten Anti-Blasphemiegesetzes organisieren.

Den du o Jungfrau vom Heiligen Geist empfangen hast

Pakistan
Am 28. Januar sprach ein Anti-Terrorismus-Gericht in Pakistan mehr als 100 Personen frei, die verdächtigt worden waren, sich an Ausschreitungen gegen Christen im März 2013 in Lahore beteiligt zu haben. Dabei wurden über 100 Häuser von einem wütenden Mob geplündert und niedergebrannt. Auslöser für die Gewalt war der Vorwurf der Blasphemie gegen einen einheimischen Christen. Vorwurf der Blasphemie löst Massenaufruhr aus Nach einer Diskussion über religiöse Themen hatte der Muslim Shahid Imran seinen christlichen Freund Sawan Masih beschuldigt, den islamischen Propheten beleidigt zu haben. Medienberichten zufolge wurde der Vorwurf über die Lautsprecher einer Moschee verbreitet. Daraufhin rotteten sich mehr als 2.000 Männer zusammen und zogen zur christlichen Joseph-Siedlung, wo Sawan Masih wohnte. Sie vertrieben die Christen, plünderten ihren Besitz und brannten alles nieder. Sawan Masih wurde von der Polizei verhaftet und wegen Blasphemie zum Tod und zu einer Geldstrafe von 200.000 Rupien (entspricht etwa 1.800 Euro) verurteilt. Seitdem befindet er sich im Gefängnis. Gegen das Urteil legte er beim obersten Gerichtshof von Lahore Berufung ein. Unmittelbar nach den  Ausschreitungen erklärte der Ministerpräsident der Provinz Punjab, Mian Shahbaz Sharif, bei einem Besuch der Joseph-Siedlung, Christen hätten die gleichen Rechte wie Muslime und sollten vom Staat beschützt werden. Dessen ungeachtet wurden nun alle Angeklagten freigesprochen – offiziell aus Mangel an Beweisen. Pakistanische Kirchenleiter äußerten ihre Enttäuschung über das Gerichtsurteil. „Es ist wirklich erschütternd“, sagte Cecil Shane Chaudhry, der Geschäftsführer der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden innerhalb der katholischen Kirche. „Das bedeutet, dass das Gericht trotz Videoaufnahmen und Fotos von tausenden randalierenden Menschen, die den Privatbesitz von Christen zerstörten, niemanden für schuldig befunden hat. Also können Mobs machen, was sie wollen.“ Samson Salamat, Sprecher der Gruppe Rawadari Tehreek, die sich für mehr Toleranz einsetzt, fügte hinzu: „Wir sind besorgt. Ein weiteres Mal hat sich die Geschichte wiederholt und wir erfahren keine Gerechtigkeit.“ Keine der Gewalttaten gegen Christen in den letzten Jahren sei geahndet worden. Dies sei nicht nur ein negatives Signal für die verfolgten religiösen Minderheiten, sondern gleichzeitig auch eine Ermutigung für Extremisten, mit ihren Angriffen fortzufahren.

Beten wir für diese Christen, die enttäuscht sind, daß sie keine Gerechtigkeit erfahren und in ständiger Angst leben, der Blasphemie beschuldigt zu werden.

Den du o Jungfrau zu Elisabeth getragen hast

Thomas Müller, ein Analyst der Forschungsabteilung von Open Doors, sagte: „Es gab bereits unzählige Versuche, die pakistanischen Blasphemiegesetze abzuändern oder wenigstens ihre verheerenden Konsequenzen zu beschränken, von denen vor allem die religiösen Minderheiten des Landes betroffen sind. Aber bis jetzt haben sich extremistische Gruppen immer als stärker erwiesen. Wir werden sehen, ob sich diese anerkennenswerten politischen Initiativen gegen den – sehr wahrscheinlich gewaltsamen – Widerstand durchsetzen können, der von den islamistischen Gruppen im Land zu erwarten ist.“

Beten wir um Schutz für die Verantwortungsträger in der Politik und im Justizwesen, die sich mutig für Christen und andere Minderheiten einsetzen. Beten wir, daß es ihnen gelingt, das Blasphemiegesetz abzuändern.

Den du o Jungfrau geboren hast

Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors nimmt Pakistan den vierten Platz ein und gehört damit zu den fünf Ländern mit der stärksten Christenverfolgung.

Jesus wir bitten dich, steh Sawan Masih, Asia Bibi und allen anderen pakistanischen Christen bei, die wegen ihres Glaubens im Gefängnis sind und denen der Tod droht.

Den du o Jungfrau im Tempel aufgeopfert hast

Philippinen
Es geschah am 9. Januar 2017 gegen 20 Uhr, wie die Polizei berichtete. Die zwölf schwerbewaffneten Männer waren auf vier Motorboote verteilt. Sie hielten das Fischerboot auf hoher See vor Zamboanga an und überprüften es, um von seinem Besitzer Geld zu erpressen. Nach heftiger Diskussion befahlen die Piraten den muslimischen Besatzungsmitgliedern, sich von den Christen abzusondern und sie zu fesseln. Danach mussten die Muslime über Bord springen und bis zur nächstliegenden Insel schwimmen, während die Christen kaltblütig ermordet wurden. Diese Tragödie beraubt mehrere christliche Familien ihrer Ehemänner, Väter, Söhne, und auch ihres Einkommens. Wie für zahlreiche andere Familien des Sama-Stammes, stellt das Meer ihre Lebensgrundlage dar. Nun stehen sie einer dramatischen Situation gegenüber. Die anderen Fischer des Dorfes wagen sich nicht mehr ins weite Meer hinaus. Die meisten dieser Gläubigen gehören dem Sama-Volk an, einer armen, verachteten Ethnie, die im muslimischen Teil der Insel Mindanao lebt. Sama ist ein Spottname und bedeutet Auswurf oder Spucke.

Jesus sorge Du in dieser ausweglosen Situation und hilf den hinterlassenen Frauen und Kindern einen Lebensunterhalt zu finden. Hilf ihnen Achtung und Trost im Glauben zu finden.

Den du o Jungfrau im Tempel gefunden hast

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, sende jetzt deinen Geist über die Erde. Laß den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg. Möge die Frau aller Völker, die selige Jungfrau Maria unsere Fürsprecherin sein.