CSI-Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:30 - 19:00 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Weitere Informationen über verfolgte Christen finden Sie unter www.csi.or.at 

CSI-Gebetsstunde 17.8.2017

 

Vater im Himmel, wir bitten um Schutz und Stärkung für die verfolgten Christen und beginnen unser Gebet

Im Namen des Vaters...........

Hoffnung für Christen in Irak

Mit Zuversicht in den Neuanfang

Noeh (12) musste vor dem IS fliehen, doch er möchte wieder zurückkehren

In seiner Heimatstadt Karamles im Norden des Irak, ging er jahrelang zur Schule. Dann kam der „Islamische Staat“ (IS). Wie alle Christen mussten Noeh, seine Eltern und Geschwister im August 2014 plötzlich fliehen. Etwa drei Jahre haben sie anschließend als Flüchtlinge in Erbil verbracht. Nachdem Karamles befreit wurde, kann Noeh erstmals wieder seine frühere Schule besuchen.

Die Schule ist menschenleer. Die weißen Holztische stehen noch da wie immer. Nach den Plänen der irakischen Regierung soll der Unterricht hier bald wieder aufgenommen werden, aber noch ist es nicht sicher genug. Das Ausmaß der Zerstörung in Karamles ist entmutigend: Die meisten Häuser sind schwer beschädigt, die Infrastruktur komplett zerstört. Dennoch haben 250 Familien bereits erklärt, wieder nach Karamles zurückkehren zu wollen. Einige Häuser werden bereits wieder instand gesetzt.

Das Haus von Noehs Familie ist ausgebrannt. Der Schaden ist so groß, dass man es abreißen und wieder neu errichten muss. Seine Spielsachen sind alle verbrannt. Doch er träumt schon davon, wie sein neues Zimmer aussehen wird. Angst hat Noeh nicht. Er glaubt, dass Jesus immer bei ihm ist und dass der Heilige Geist ihn führt und stark macht. „Er ist wie ein Gewissen. Er sagt mir, was richtig und was falsch ist.“

Vater im Himmel, wir danken für die Christen, die bereit sind, im Irak zu bleiben, um dort Licht und Salz zu sein.

Wir beten um Gelingen beim Wiederaufbau und um immer wieder neue Ermutigung und Kraft für die Christen.

Wir beten um Frieden und Stabilität in der Region.

Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat

Nordkorea: Koreanisch-kanadischer Pastor frei

Noch brennt die Kerze der Hoffnung für Hyeon Soo Lim dem koreanisch-kanadischen Pastor und sind Protestbriefe vorbereitet. Er betreute seit 1997 eine Kinderkrippe und ein Waisenhaus im kommunistischen Nordkorea. Dafür reiste er mehr als 100 mal in das weitgehend isolierte Land. Von seiner letzten Reise im Februar 2015 kehrte der Christ nicht mehr zurück. Im Juni 2015 tauchte er auf einer vom Staat inszenierten Pressekonferenz auf und gestand angeblich „seine sämtlichen Verbrechen“. Nach offiziellen Angaben soll er einen Umsturz des Regimes und den Aufbau eines religiösen Staates vorangetrieben, sowie versucht haben, Nordkoreaner aus ihrem Land zu entführen. Auf Grund dieses (erzwungenen) Geständnisses wurde der Pastor staatsfeindlicher Aktivitäten für schuldig befunden und im Dezember 2015 zu lebenslanger Zwangsarbeit in einem der berüchtigten Arbeitslager verurteilt.

Am 9. August wurde der koreanisch-kanadische Pastor Hyeun-Soo Lim überraschend aus dem Gefängnis entlassen. Als Grund für die Freilassung gab eine staatliche Nachrichtenagentur Nordkoreas seine schlechte gesundheitliche Verfassung an.

Vater im Himmel, wir danken für die Freilassung von Hyeun-Soo Lim und beten für ihn um Gesundheit, körperliche und seelische Wiederherstellung.

Wir beten für alle, die als „Staatsfeinde“ unter unvorstellbar grausamen Bedingungen in Gefängnissen und Arbeitslagern inhaftiert sind.

Jesus, der für uns gegeißelt worden ist

Da Hyeon-Soo Lim nicht mit Untergrundgemeinden in Kontakt stand, ist anzunehmen, dass seine Verhaftung und Bestrafung keinen direkten Einfluss auf die geheimen christlichen Netzwerke im Land hatte. Einschätzungen von Beobachtern zufolge ist ein solcher Fall jedoch immer ein Ärgernis für das nordkoreanische Regime und könnte zu noch härterem Umgang mit Christen führen.

Seit Lims Verhaftung hat die nordkoreanische Regierung die Ein- und Ausreisebedingungen verschärft. Im Frühjahr waren zwei weitere US-Amerikaner koreanischer Abstammung bei ihrer Ausreise verhaftet worden. Der 22-jährige Student Otto Warmbier, der nach 15-monatiger Haft im Koma liegend zu seiner Familie in die USA zurückgebracht wurde, verstarb eine Woche später im Juni dieses Jahres. Im gleichen Monat verhaftete das Regime einen 61-jährigen Nordkoreaner unter dem Vorwurf der Spionage, weil er christliche Verwandte in China besucht hatte .

In dem Land, das seit mehr als zehn Jahren auf Platz 1 des Weltverfolgungsindex von Open Doors steht, werden Christen als Staatsfeinde betrachtet. Sie müssen ihren Glauben absolut geheim halten, um nicht inhaftiert oder gleich hingerichtet zu werden. Nach Schätzungen des überkonfessionellen Hilfswerks sind derzeit zwischen 50.000 und 70.000 Christen in Straf- und Arbeitslagern gefangen. Es handelt sich um die härteste Christenverfolgung weltweit

Beten wir für die Christen in Nordkorea und bitten Jesus, daß er sich den staatlichen Verantwortungsträgern in Nordkorea zeigt und sie das Evangelium als die befreiende Wahrheit erkennen.

Wegen der anhaltenden Dürre werden die Ernten in diesem Jahr voraussichtlich sehr schlecht ausfallen. Beten wir um Gottes Versorgung für die notleidende Bevölkerung dieses Landes.

Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist

Somalia: Neueröffnete Kirche innerhalb einer Woche wieder geschlossen

Nach 30 Jahren ohne Gottesdienst war am 29. Juli 2017 die einzige katholische Kirche in Somaliland erneut eröffnet worden. Binnen einer Woche beugte sich die Regierung dem Druck der Öffentlichkeit und ordnete die erneute Schließung der Kirche an. Der Minister für religiöse Angelegenheiten von Somaliland, Scheich Khalil Abdullahi, begründete die Entscheidung mit der Spaltung der Bevölkerung, die die Eröffnung der Kirche mit sich gebracht hätte: „Die Regierung hat sich entschieden, die Wünsche der Bevölkerung und ihrer religiösen Führer zu respektieren, und wird deswegen die Kirche geschlossen halten, so wie sie es die vergangenen 30 Jahre war.“

Die Kirche St. Antonius von Padua befindet sich in der Hauptstadt Hargeysa des faktisch unabhängigen, allerdings international nicht anerkannten, Somalilands, das offiziell zu Somalia gehört und das nördliche Drittel des Landes umfasst. Die Neueröffnung der Kirche war kritisiert worden, da muslimische Geistliche befürchteten, Christen könnten Muslime zur Konversion bringen oder weitere Kirchen bauen wollen. Abdullahi hatte daraufhin bei einer Pressekonferenz klargestellt, dass die Regierung den Bau weiterer Kirchen nicht erlauben würde: „Die Verfassung von Somaliland und die Scharia erlauben es Ausländern, in Somaliland zu arbeiten und ihre Religion im privaten Rahmen zu praktizieren. Unsere Regierung wird es nicht erlauben, dass neue Kirchen in Somaliland gebaut werden.“

Beten wir für die Christen in Somalia und danken Gott, daß die Regierung zumindest kurzzeitig zugestimmt hat, die Kirche wieder zu eröffnen.

Beten wir, daß Gott die Haltung der Regierungen in Somalia und Somaliland verändert, damit sie sich dafür einsetzen, dass Christen mehr Rechte bekommen.

Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat

In Somalia gibt es nur einige Hundert Christen. Sie sind entweder Ausländer, die im Land arbeiten, wie die Offiziere der Friedenstruppen der Afrikanischen Union, oder Christen muslimischer Herkunft. Letztere müssen ihren Glauben streng geheim halten, da eine Entdeckung ihres Glaubenswechsels lebensgefährlich ist. Bischof Giorgio Bertin aus dem Nachbarland Dschibuti, der auch für die Diözese in Somalias Hauptstadt Mogadischu zuständig ist, bestätigt, daß pastorale Arbeit in Somalia nur im Geheimen durchgeführt werden kann: „Wir können keine Präsenz in Mogadischu haben. Wenn Christen entdeckt werden, schweben sie in großer Gefahr.“

Somalia befindet sich auf Rang 2 des Weltverfolgungsindex von Open Doors.

Herr Jesus Christus, wir bitten um Schutz für die Christen im Land, die ihren Glauben geheim halten müssen, um nicht in Gefahr zu geraten.

Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters.......................