CSI-Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:30 - 19:00 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Weitere Informationen über verfolgte Christen finden Sie unter www.csi.or.at 

Diese Woche beten wir speziell für folgende Fälle:

CSI-Gebetsstunde 20.4.2017

Vater im Himmel bisher haben wir immer für wegen ihres Glaubens Verfolgte gebetet. Heute wollen wir um Hilfe und Beistand für Menschen bitten bevor Unfrieden und Chaos sie ins Unglück stürzen.

Im Namen des Vater.....................

CSI-PRÄVENTIONS-PROJEKT     BILDUNG VERHINDERT TERROR

HELFEN, BEVOR POGROME, VERTREIBUNGEN, TERROR ALLES ZERSTÖREN

Üblicherweise kommt CSI-Hilfe immer erst, wenn Christen in Not sind. Das liegt in der Natur unserer Aufgabe. Erstmals stärken wir nun das Zusammenleben von Christen und Muslimen, um den Frieden zu sichern. Denn Prävention bekämpft Fundamentalismus im Ansatz.

Ein Augenzeugenbericht von Elmar Kuhn

Hohoe, ein größeres Dorf mitten im tropischen Urwald Ghanas in Westafrika.

Hier leben seit Jahrhunderten C h r i s t e n , Animisten und Muslime friedlich zusammen. Auch wenn das hier verwurzelte kleine Königreich Godenu fast nur aus Christen besteht, so gibt

es doch auch rein muslimische Dörfer. Es sind einfache Lehmsiedlungen.

Rückblende zu 2012:

Muslimischer Mob greift Christen an

2012 bricht in Hohoe der Religionsfriede. Ausgelöst von Gerüchten, dass christliche Ärzte im Krankenhaus einen Muslim nicht behandelt hätten (was nachweislich falsch ist), sind aufgehetzte jugendliche Muslime plündernd und Häuser wie Geschäfte anzündend durch die Straßen gezogen. Togbe (=Stammeskönig) Osei III. verbindet mit dem obersten islamischen Führer Alhaji Merigah eine persönliche Freundschaft aus Schultagen. Beiden ist es zu verdanken, dass sich der Aufstand legte und Frieden einkehrte.

Entsteht hier möglicherweise ein neues Nigeria mit islamistischem Terror?

Äußerlich scheint alles in Ordnung zu sein. Alles ist sehr schlicht, bescheidene Lehmhütten mit Wellblechdächern prägen das Straßenbild. Die Menschen leben meist von einfacher Landwirtschaft, wo der Ertrag des Bodens nur für die eigene Familie ausreicht. Es ist ein Leben von der Hand in den Mund. Dennoch ist bei den Menschen so viel Freude am Christ- Sein zu spüren! Stammesführer Togbe Osei III. hat dafür gesorgt, dass Schulen für Christen wie Muslime entstanden sind, auch wenn es sich meist nur um ärmliche Hütten handelt. Die Lehrer werden vom Staat bezahlt, wenn das Schulgebäude und die Infrastruktur für den Unterricht vom Dorf bereitgestellt werden. Eine gute Grundbildung wird so gesichert, das ist das wichtigste Gut für die Menschen hier. Wer gebildet ist, wer lesen und schreiben kann, der hat eine Chance, einen Beruf zu erlernen und an dem aufstrebenden Wirtschafts- und Handelsleben Ghanas teilhaben. Das wissen auch die Eltern der Kinder im Königreich Godenu..

Beten wir         Jesus, der von den Toten auferstanden ist

 

Saudischer Einfluss wächst

In den letzten Jahren wurden inmitten der Lehmbauten mit saudiarabischem Geld Moscheen und eine mehrstöckige Schule gebaut. Wer dort den Unterricht besuchen will, muss Muslim sein und sich den arabischen Kleidungszwängen unterwerfen. Selbst kleine Mädchen müssen schon verschleiert gehen. Dabei gibt es hier keine Tradition der Muslime, einen Schleier zu tragen. Die Bibliothek der Schule besteht nur aus arabischen Büchern. Wer lesen will, muss erst die Sprache des Islam lernen. Aber fast alle wollen lieber in eine freie Schule gehen, auch viele Muslime.

Angesichts der monatelangen Regenzeit ist eine stabile Schule wie die der Saudis schon eine Hoffnung. Denn auch inmitten der Regenfälle und Windböen kann der Unterricht immer sichergestellt sein. In Godenus Schulen, hingegen, muss dann manchmal tagelang der Unterricht entfallen. Nach einigen Stunden rücken die Schüler und einige Lehrer mit der bitteren Wahrheit

heraus: Zunehmend wenden sich Eltern und Schüler von den Schulen in Godenu und dem noch ärmeren Urwalddorf Avega (dort wird übrigens CSI als einzige Hilfsorganisation tätig, Anm.) ab und versuchen, in der saudischen Schule unterzukommen. Dabei geht es nicht primär um den gesicherten Unterricht. Es geht um das Überleben. Wie das? Das eigentliche Problem ist, die  Toiletten sind äußerst primitiv. Loch in die Erde, Balken drüber, fertig. Mutig zeigen mir größere Schüler, wie sie dort die Toilette benutzen. Sie tänzeln auf den quergelegten Balken und gehen in die Hocke. Die vielen Schüler der ersten und zweiten Klasse haben aber noch zu kurze Beine. Vor kurzem erst ist ein sechsjähriges Mädchen durch die Balken hindurchgerutscht und in die Fäkaliengrube geplumpst. Sie konnte gerade noch aus dem Erdloch gerettet werden, doch der Schock sitzt tief. Cholera, Ruhr, Typhus, Hepatitis…. Die todbringenden Krankheiten sind die unmittelbare Konsequenz aus dem Sturz in die Exkremente. Immer wieder erkranken kleine Schüler nach so einem gefährlichen Ausrutscher.  Die Eltern haben Angst. Und darum denken manche doch lieber an die Saudischule, wo zumindest die Hygiene passt. Und muslimische Familien wenden sich fast nur noch der saudischen Schule zu.

Beten wir      Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist

Treffen mit Muslimen – eine gespaltene Gemeinschaft

Es fallen wieder die üblichen Floskeln von Frieden und Zusammenleben. Ein erster Bruch tut sich bei der Frage nach der Konversion auf. Jubelnd wird die Bekehrung zum Islam begrüßt und es wird mir auch gleich ein Beispiel dafür anschaulich geschildert. Doch bei der Frage nach der Einstellung zur Konversion von Muslimen zum Christentum (der Mehrheitsreligion im Königreich Godenu) wird die Stimmung eisig. Nein, das wird nicht akzeptiert. Beim genauen Hinhören auf die vielen Wortmeldungen in der Diskussion wird klar: Es geht ein Riss durch die islamische Gemeinschaft. Alle beteuern, dass sie zwar das saudische Geld nehmen, aber keinesfalls saudische Imame akzeptieren würden. Aber wie lange kann diese Abwehr saudischen Einflusses noch gegen das Geld der Saudis ankommen? Die ganze islamische Lehre der Region erlebt fundamentalistische Einflüsse, oft auch durch Flüchtlinge, die aus dem Tschad oder Nigeria kommen

Beten wir      Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat

Godenu auf dem Weg in den islamistischen Terrorstaat?

Noch hält das friedliche Zusammenleben in Godenu. Stolz wird auch berichtet, dass die Muslime selbstverständlich am Friedensmarsch der katholischen Kirche in der Provinzstadt Hohoe teilgenommen hätten. Als Zeichen der Wertschätzung bitten mich die Imame, am Schluss ein christliches Gebet für alle zu sprechen. Das ist ein gutes Zeichen für gegenseitigen Respekt. Die Fakten zeichnen jedoch ein anderes Bild. Besonders die Schule der Saudis ist zum Symbol für die Vorherrschaft und die Kraft des Islam geworden. Hier geraten die Schüler auch zu Lehrern, die ihnen im Sog der saudischen Schule immer fundamentalistischere Ansichten vermitteln. Jetzt verstehe ich, wie es vor vier Jahren überhaupt zu dem plündernden Mob junger Muslime kommen konnte.

Beten wir         Jesus, der dich o Jungfrau in den Himmel aufgenommen hat

Gemeinsam mit Togbe Osei III. haben wir die historische Chance, im Königreich mit etwa 13000 Menschen den saudischen fundamentalistischen Einfluss zu stoppen. Noch will die Mehrheit auch der Muslime den Frieden der Religionen bewahren. Aber die Zeit arbeitet gegen sie. Es muss uns gelingen, allen Eltern eine gute und hygienisch sichere Alternative zu der saudischen

Fundamentalismus-Schule zu bieten. Noch wollen die Menschen in den traditionellen Schulen des Königreichs ihre Zukunft sehen. Togbe Osei hat seit seinem Amtsantritt 2002 viel für die Ausbildung der Kinder getan. Er hat auch neue Senkgruben angelegt, doch die Wasserzuleitung, die elektrischen Pumpen, die Kloschüsseln und Handwaschbecken kosten Geld. Geld, das nicht vorhanden ist. Die Menschen in den Dörfern legen, so gut sie können, Hand an. Sie tragen

so mit ihrer Eigeninitiative viel bei. Aber Toiletten kann man eben nicht aus Lehm bauen. So gammeln auch die mühsam in die Erde gegrabenen und betonierten Abwassergruben seit Jahren ungenutzt vor sich hin. Dabei kostet eine neue Toilette umgerechnet nur 700 Euro. Wir brauchen zunächst 15 sanitäre Anlagen für die kleine Hauptstadt und eine weitere Dorfschule im tiefsten Wald, im Dorf Avega. Die Toiletten tragen wesentlich zu einem sauberen Schulbetrieb bei.

Die bisherige Eigeninitiative der Eltern würde belohnt und der Unterrichtsort auch für (muslimische) Schüler aus dem Umfeld attraktiver werden. Statt wie die Saudis Moscheen zu bauen, investiert CSI-Österreich in saubere Toiletten und gute Schulen für die Kinder. Es ist ein kleiner Schritt, aber

dadurch wird eine ideologiefreie Schule möglich statt islamischer Propaganda. So haben die Eltern eine sichere und attraktive Alternative für ihre Kinder. 

Vater im Himmel, wir bitten um deine Hilfe und Unterstützung nicht hilflos zuschauen zu müssen wie islamischer Fundamentalismus das Zusammenleben von Christen und Muslimen vergiften. Hilf, daß viele Menschen dieses Anliegen unterstützen und zum Erfolg führen

Jesus, der dich o Jungfrau im Himmel gekrönt hat 

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Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters....