Die alljährlich stattfindende Österreichische Pastoraltagung ist eine der größten kirchlichen Tagungen in Österreich und die bedeutendste für die Pastoral. Sie widmet sich stets auf vielfältige Art einem wichtigen pastoralen Thema, sodass aus Grundsatzüberlegungen konkrete pastorale Impulse entstehen, die jede/r dann an ihrem/seinem Ort verwirklichen kann.

Bohuslav Bereta, Leiter des Teams Junge Kirche und Dominik Toplek, Jugend- und Jungscharseelsorger der Diözese Feldkirch waren in Salzburg mit dabei und berichteten beim Teamtag der Jungen Kirche von der Pastoraltagung. Auffällig war das starke Interesse, sodass das große Bildungshaus St. Virgil "aus allen Nähten platzte". Das Thema Jugend wird also wahrgenommen und hat hohen Stellenwert.

„Mit Kirche darf ich nicht peinlich aussehen“

Katholische Jugend anlässlich der österreichischen Pastoraltagung
Vom 12. bis 14. Jänner fand die Pastoraltagung, „Jugend geht ab“ in St. Virgil, Salzburg, statt. Das Interesse am Thema zeigte sich auch an der bis jetzt höchsten TeilnehmerInnenzahl in der Geschichte der österreichischen Pastoraltagung. Unter den 450 TeilnehmerInnen waren zahlreiche haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Katholischen Jugend (KJ) und anderer kirchlicher Jugendorganisationen sowie einige Bischöfe, unter ihnen auch Jugendbischof Stephan Turnovszky.

Neben Vorträgen, Workshops und Präsentationen fand am Samstag die abschließende Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft der kirchlichen Jugendpastoral“ statt. Tobias Hirschmann, Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich, betonte, dass es die Jugend nicht gibt. Daher steht die KJ für eine vielfältige Angebotspalette und liefert somit einen wesentlichen Beitrag zur Jugendpastoral in Österreich. „Kirchliche Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit“, ist Hirschmann überzeugt, „Die Jugendarbeit der KJ nimmt Jugendliche ernst und begegnet ihnen mit der Frage `Was soll ich dir tun?´ (Mk 10,51)“. Damit bezog er sich auf Worte der Predigt von Jugendbischof Turnovszky in der Messe am Abend zuvor.

Damit Jugendpastoral auch weiterhin „face-to-face“ möglich ist, braucht es Zeit, Engagement und ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen. In diesem Bereich sind Investitionen nötig, da die scheibchenweisen Einsparungen die Arbeit in den Diözesen massiv betreffen.

Hirschmann zog mit dem Worten „Mit Kirche darf ich nicht peinlich aussehen“ (Anlehnung an das Zitat eines Jugendlichen aus der Sinus Milieu Studie U27, „Wie ticken Jugendliche?") die Schlussfolgerung: „Das teilweise hausgemachte schlechte Image der Kirche erschwert die Jugendarbeit und es besteht Handlungsbedarf – das ist gar keine Frage. Deshalb ist die Katholische Jugend überzeugt, dass für die Erneuerung der Kirche Visionen, Ideen und die Tatkraft von jungen Menschen unerlässlich sind.“

Tatkräftiger Einsatz war schon während der Tagung erlebbar: durch den Jugendchor der Pfarre Abersee, die Gestaltung der Liturgien durch die KJ-Gruppe Faistenau, das Abendlob von Loretto Salzburg und das der KJ Salzburg sowie das herausragende Konzert des Jugendvokalensembles „voice´r´us“ (Borromäum Salzburg).

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Mathilde Kraus
Katholische Jugend Österreich
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Von Peter Ionian veröffentlicht am 17.01.2012

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