Eine Gruppe Jugendlicher besuchte als "rasende Reporter" alle teilnehmenden Projekte von 72 Stunden ohne Kompromiss in Vorarlberg

Projekt Nr. 301 – YOUgend dabei statt dahoam

"Die Meinung der Jugend war gefragt"

Das Projekt „YOUgend dabei statt dahoam“ wurde von der Marktgemeinde Rankweil ins Leben gerufen. 16 SchülerInnen der 2fa Bregenz Marienberg halfen tatkräftig bei der Umsetzung des Jugendbeteiligungsprojektes mit. Ziel des Projektes war es, Jugendliche zu einem Ideencafé einzuladen, bei dem sie ihre Wünsche und Ideen für eine Verbesserung der Gemeinde einbringen konnten.

Die SchülerInnen dekorierten das ganze Rathaus mit bunten Fußabdrücken und halfen die Kellerräumlichkeiten für den Abend herzurichten. Rote Couchen, Sitzecken und viele Polster verwandelten den Raum in eine richtige Chill-out Lounge. Außerdem schmierten sie viele Brötchen für das Ideencafé. Der Aufwand hatte sich gelohnt. Viele interessierte Rankweiler Jugendliche besuchten das Ideencafé und brachten ihre Vorschläge ein. Am Samstag wurden die Projektziele bei der Abendveranstaltung im Rathaus der Öffentlichkeit präsentiert. [Olivia Weber und Daniel Furxer]

 
Projekt Nr. 302 - Maria Rast

"Asylwerber und Jugendliche arbeiten gemeinsam"

Das Flüchtlingshaus „Maria Rast“ in Schruns im Montafon wurde von unseren fleißigen freiwilligen Jugendlichen der Pfarre Dornbirn St. Martin renoviert. Der Deutsch-Raum bekam einen neuen Anstrich um das Lernen angenehmer zu gestalten. Außerdem wurden die alten Spuren des ehemaligen Krankenhauses beseitigt. Auch das Spielzimmer strahlt nun in neuem Weiß. Unter anderem wurden auch die Außenanlagen und die Terrasse des Hauses auf Vordermann gebracht und schauen jetzt wesentlich einladender aus. Die Bänke im Garten wurden abgeschliffen und neu lackiert. Die Pflanzen auf dem Balkon wurden erneuert und der Pavillon, welcher komplett verwachsen war, ist jetzt wieder sichtbar und hergerichtet.

Uns allen hat die Zusammenarbeit zwischen den Freiwilligen und den Bewohnern des Hauses am meisten begeistert, da es ein Treffen der verschiedensten Nationen und Religionen war. [Suma Oswald und Julian Mark]

 
Projekt Nr. 304 – Zwischen Tür und Angel

"Schicke Blumenwiese an der Wand"

Die Hatler Minis aus Dornbirn malten und renovierten in den drei Tagen in Rankweil die Wohnung der Europäischen Freiwilligen Ernesta. Die Jugendlichen waren sichtlich und hörbar motiviert, da sie viele bekannte Lieder zur eigenen Unterhaltung sangen und sich auch gern gegenseitig anmalten.

Alle Wände der Wohnung haben sie weiß und gelb angestrichen, bis auf eine: Die durften sie nach Herzenslust selber kreativ gestalten. Entstanden ist eine bunte Blumenwiese im Stil frei nach Jacques Monet. Da die Wohnung sehr eng war, drängten sie sich ein wenig im Raum, was ihnen aber nicht viel ausmachte. Auch der Eingangsbereich wurde von ihnen neu angemalt, da sie mit dem Wohnraum schon früher fertig geworden sind. Am Ende erstrahlte die Wohnung in neuem Glanz, sie war kaum wiederzuerkennen, zur Freude von Ernesta. Somit haben sie das Projekt erfolgreich abgeschlossen. [Olivia Weber und Daniel Furxer]

 
Projekt Nr. 305 – Essbarer Waldgarten

"Ein Wald, den man essen kann"

Mitten in Lustenau waren Jugendliche der KJ Kirchdorf aus Lustenau damit beschäftigt, ein circa 150 m² großes, verwildertes Stück Garten zu roden und fünf Wildobstbäume und 15 Beerensträucher zu setzten. So entstand im Laufe des Projektes ein natürlicher Waldgarten inmitten von Lustenau. Wie im echten Wald besteht dieser aus drei Schichten (Gestrüpp, Sträucher, Bäume) deren Früchte alle essbar sind. Der natürliche Waldgarten wurde als Permakultur Gemeinschaftsgarten angelegt.

Unterstützt wurden sie von Jugendlichen der Dornbirner Jugendwerkstätte. Für alle war das eine Möglichkeit, sich gegenseitig kennen zu lernen. Den Jugendlichen machte es sehr viel Spaß, im Garten zu buddeln und zu graben, obwohl der Boden voller Steine war und schon etwas gefroren. Trotz der Kälte gingen die Jugendlichen motiviert an die Arbeit und nachdem ihr gewünschtes Lied auf Ö3 gespielt wurde, hat ihnen die Arbeit noch mehr Spaß gemacht. [Olivia Weber und Daniel Furxer]

 
Projekt Nr. 306 - So ein Theater mit dem Theaterraum

"So ein Theater mit dem Theaterraum"

Die Aufgabe war, in der „Villa K.“ in Bludenz den kalten, langweiligen Theaterraum zu neuem Schwung zu verhelfen. Anna und ihre Freundinnen fingen im Keller an, eine Abstellkammer aufzuräumen und eine Werkbank zu installieren. Die ausgeräumten Sachen verstauten sie fein säuberlich und systematisch im ersten Stock in ein dafür vorgesehenes Regal. Der eigentlichen Aufgabe, dem Theaterraum, widmeten sie sich äußerst motiviert und mit viel Elan.

Dank hervorragender Ideen bekamen sogar die alten Stühle einen neuen farbenfrohen Anstrich. Der Theaterraum bekam unter anderem einen begehbaren Schrank und eine Teppichwand, welche in Zukunft als Pinnwand genutzt werden kann. Nun hat die „Villa K.“ einen neuen Theaterraum, in dem sich die Jugendlichen an Hamlet und anderen Stücken versuchen können. [Suma Oswald und Julian Mark]

 
Projekt Nr. 307- JAM Renovierung

"Bunte Jugendtreffwände"

Mit lauter Musik gingen die sechs Jugendlichen ans Werk, um den Wänden des Jugendtreffs JAM in Schruns einen neuen Glanz zu verleihen. Der Barbereich wurde in knalligen Gelb- und Orangetönen ausgemalt, im Gang vervollständigten sie ein komplexes, künstlerisches Gebilde aus Linien und Kreisen. Das gegenseitige Anmalen gehörte natürlich zur Lieblingsbeschäftigung der Projektbeteiligten und machte ihnen sehr viel Spaß.

Im ersten Stock hatten sie außerdem die Aufgabe, den Werkraum von allerlei herumstehenden Gegenständen zu entrümpeln. Nun kann auch dieser wieder von den Jugendhaus-Besuchern genützt werden. Bei einer guten Jause konnten sie zwischendurch Energie auftanken. Das Übernachten im Jugendttreff war für sie ein Höhepunkt der drei Tage. [Olivia Weber und Daniel Furxer]

 
Projekt Nr. 308 - Flott und Flink

"Flott und Flink durch Dornbirn"

Die fünf Jugendlichen haben in ganz Vorarlberg Fahrräder gesucht und auch schließlich in Göfis, Dornbirn und in Feldkirch welche aufgetrieben. Unter schwerer körperlicher Arbeit wurden sie abgeschliffen, um sie daraufhin in bunten und schillernden Farben zu neuem Glanz zu erwecken. Die Fahrräder werden in Zukunft benutzt, um den Weg vom Bahnhof-Dornbirn bis zum Büro der Katholische Jugend und Jungschar in Dornbirn-Hatlerdorf zurückzulegen. So sind die BersucherInnen vom Stadtbus unabhängig und die Umwelt wird geschont.

Durch materielle Unterstützung vom „Fahrradhandel Winder“, Bauhof Dornbirn, Bauhof Feldkirch und der Gemeinde Göfis  (diverse Einzelteilen und Fahrrädern) konnten sie schließlich das Ziel einer neuen Verbindung zwischen dem Dornbirner-Bahnhof und ihrem Büro verwirklichen. Leider konnten sie ihre Idee von drei Schlössern mit demselben Code für eine einfachere Handhabung der einzelnen Fahrrädern nicht umsetzen. [Suma Oswald und Julian Mark]

 
Projekt Nr. 309 - Mit allen Sinnen leben und lernen

"Ein Sinnesweg für jung und alt"

In Hohenems machten sich neun engagierte Mädchen der 6a des BORG Egg für das „Senecura Sozialzentrum“ die Hände ordentlich schmutzig. Ihre Aufgabe war, einen Tastweg aus natürlichen Materialen wie verschiede große Steine, Holzschnitzel etc. für Jung und Alt zu schaffen. Dafür hoben sie eine 4,3-Meter lange, 30-Zentimeter tiefe und 85-Zentimeter breite Grube aus, um sie danach mit einem Fließ und Kies zu füllen, um einen perfekten Untergrund für das Projekt zu gewährleisten. Mit der ausgehobenen Erde wurde außerdem eine Matschgrube für die Kinder zum Spielen und Herumtollen angelegt.

Zusätzlich wurden Tast- und Klangelemente aus Holz neben dem Erlebnispfad installiert, um aus der ganzen Sache auch noch ein Erlebnis für die anderen Sinne zu kreieren. Über dieses Projekt werden sich hoffentlich noch viele weitere Generationen freuen. [Suma Oswald und Julian Mark]

 
Projekt Nr. 310 - Holzarbeiten im Kloster

"Kiwi pflücken und Holz einlagern"

Auch im „Sankt Josefskloster der Redemptoristinnen“ brauchte man die Hilfe der engagierten „72h ohne Kompromiss – Jugend“, um ihren wohlbehüteten Garten winterfest zu machen. Zu den Aufgaben zählten: Das alte, schon bereits fertig getrocknete Brennholz vom Vorjahr, sorgfältig in den Kellergewölben des Klosters zu verstauen und das neue, noch nasse Holz eines frisch geschlagenen Baumes an der alten Lagerstelle aufzustapeln, um es dort ebenfalls trocknen zu lassen.

Nach dieser körperlich sehr anstrengenden Herausforderung, widmeten sie sich den exotischen Obstbäumen, wo sie die Feigen und Kiwis behutsam ernteten. Da diese Arbeiten schneller vollbracht waren als zuvor gedacht, halfen die vier Jugendlichen den Schwestern in der hauseigenen Hostienbäckerei. Dank der Schwestern wurden die Freiwilligen gut versorgt und konnten gestärkt ihrer Arbeit nachgehen. [Suma Oswald und Julian Mark]

 
Projekt Nr. 311 – Rasende ReporterInnen

"In 72 Stunden zu allen Projekten"

Wir, die drei rasenden ReporterInnen, besuchten alle elf Projekte und schossen Fotos, interviewten die TeilnehmerInnen und dokumentierten die Projekte. So hatten wir die Möglichkeit, jedes 72h-Projekt in Vorarlberg selbst mitzuerleben, was uns sehr gut gefallen hat. Von hochmotivierten ArbeiterInnen bis zu erschöpften TeilnehmerInnen sahen wir alles.

Besonders beeindruckt waren wir vom Projekt „Frieden stiften“ in Götzis, das sowohl handwerklich als auch von der Idee her herausragend war. Es versucht symbolisch Frieden zwischen Ecuador und Kolumbien zu stiften. Auf unserer Fahrt durch ganz Vorarlberg hörten wir im Autoradio viele Ö3 Berichte von den anderen Bundesländern und freuten uns, wenn wir ab und zu einen über Vorarlberg hörten. Am Ende der drei Tagen bekamen wir einen ersten Einblick in die Arbeit des Journalismus, in dem wir die Projektberichte verschriftlichten und die besten Fotos auswählten. [Olivia Weber und Daniel Furxer]

 
Projekt Nr. 312 - Frieden gießen

"Eine Skulptur für den Frieden"

Aufgrund der Konflikte der letzten Jahre zwischen Kolumbien und Ecuador beschloss der Künstler Ortiz Danilo eine Friedensstatue zu schaffen. Diese wird aus ehemaligen Kriegswaffen, welche eingeschmolzen wurden, hergestellt. Die Form der Statue erinnert an einen alten 14-Meter hohen Jagdbogen, welcher über die Hälfte im Boden eingegraben ist. Auf dem Monument soll in unzähligen Sprachen und Dialekten der Satz: „Möge Frieden auf Erden sein“ übersetzt und in Metal gegossen werden. Dabei braucht er Unterstützung von den SchülerInnen der 6a Klasse des Borg Egg, um seine Botschaft in verschiedene Sprachen zu übersetzten und in Wachsbuchstaben zu fassen.

Einige Helfer richteten extra eine Gruppe auf Facebook ein, um zahlreiche Übersetzungen der Botschaft zu erlangen. Schlussendlich ist die Statue ein Friedensgeschenk an die benachbarte Regierung, um die Konflikte so schnell wie möglich zu beseitigen. [Suma Oswald und Julian Mark]

 
Projekt Nr. 313 – Vakuum

"Ein neuer Raum für die Jugendkirche"

Aus einem sehr verstaubten Abstellraum im Keller des Jugend- und Jungscharseelsorgers Dominik Toplek in Feldkirch zauberten vier Jugendlichen einen sehr schicken Raum, der Begegnung für Jugendliche und Erwachsene ermöglichen soll. Nachdem sie den Keller leergeräumt hatten, begannen sie, mit Staubmasken ausgerüstet, den Keller mit einem Staubsauger vom Dreck zu befreien. Mit USB-Platten und Holz wurden daraufhin die Wände verkleidet. mit Hilfe von drei Lampen, die in Nischen positioniert wurden, schafften sie eine angenehme Ausleuchtung des Raumes. Die Jugendlichen machten sich auch auf den Weg, um einen Teppich und Sitzgelegenheiten zu besorgen.

In Zukunft soll dieser Raum zum Diskutieren, Chillen und Abhängen genutzt werden. Also ein Platz, wo Jugendliche ins Gespräch kommen. Jugendseelsorger Dominik Toplek freut sich nun über diesen tollen Raum, der auch für Aktionen der Jugendkirche Out of Time genutzt werden wird. [Olivia Weber und Daniel Furxer]

Von Peter Ionian veröffentlicht am 27.10.2010

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