Nein, damit ist nicht das Wetter im Ländle gemeint, sondern die Fastenaktion „AKTION.TROCKEN“ der Katholischen Jugend und Jungschar, der Caritas Vorarlberg, der SUPRO und des Familienverbands Vorarlberg. Die gleichnamige App soll beim Alkoholfasten unterstützen.

Der Aschermittwoch und somit auch die Fastenzeit rücken täglich näher. Neben Süßigkeiten und Fleisch ist Alkohol an der Spitze der Fastenziele. „Alkohol ist ein fester Bestandteil unseres Lebens. Ob ein Gläschen Wein am Abend oder der Rum im Kuchen. Oft wird einem durch Reduktion erst bewusst, wie oft man eigentlich Alkohol konsumiert“, so Monika Chromy von der Caritas. Die Aktion Trocken ruft schon seit Jahren zum bewussten Alkoholkonsum, vor allem während der Fastenzeit auf. Seit letztem Jahr gibt es die passende „AKTION.TROCKEN“  App. Der mobile und vor allem anonyme Fastenkalender soll Hilfestellung und Motivation beim Verzichten sein.

Sensibilisierung im Vordergrund
Die AKTION.TROCKEN steht für die Sensibilisierung des Themas Alkoholkonsum. Österreich liegt weltweit an fünfter Stelle wenn es um den Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol geht. „Es geht dabei nicht um absolute Abstinenz, sondern um Selbstreflektion, denn wer verzichten kann, konsumiert selbstbestimmter", meint Andreas Prenn von der SUPRO. Die App dokumentiert auch jene Tage, an denen man Alkohol getrunken hat und zeigt mit einem Blick, ob es ein spezielles Konsummuster oder spezielle Trinkanlässe gibt.

Fastenunterstützung App
2016 haben über 3000 Vorarlberger/innen die App genutzt. Für dieses Jahr wurde die App verbessert, etwaige Probleme vom letzten Jahr wurden behoben und es gibt sogar einen Webzugang sogar über den Browser mitgemacht werden kann. Dass der Fastenzeitraum selbst festgelegt werden kann, ist ebenfalls neu. Die App kann komplett anonym genutzt werden. Für einen Zugang müssen nur Geschlecht und Alter angegeben werden. Die Gruppenfunktion macht die App besonders attraktiv für Unternehmen, Vereine und Freundeskreise. Dort können gemeinsam (und trotzdem noch anonym) alkoholfreie Tage gesammelt werden. „Die Raiffeisenbank möchte in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren und macht als Gruppe bei der Aktion Trocken mit. Man sieht wieviel man selbst und wieviel die anderen gefastet haben, das spornt an und motiviert“, erklärt Raiffeisen-Vorstand Gernot Erne.

Startschuss am Aschermittwoch
2016 haben über 3000 Vorarlberger/innen mitgemacht, es wurden 333 Gruppen gegründet und 54.799 alkoholfreie Tage gesammelt. Ein Spitzenergebnis dass dieses Jahr hoffentlich übertroffen wird. Übrigens: Für Unternehmen, die sich ebenfalls an der Aktion beteiligen möchten, steht umfangreiches Informations- und Bewerbungsmaterial zur Verfügung, das bei der SUPRO - Werkstatt für Suchtprophylaxe angefordert werden kann.