Das werden Anna, Maria, Niko und Sarah wohl nicht so schnell vergessen. Das Jahr 2017 begann für die Vorarlberger Sternsinger nämlich mit einem Neujahrsgottesdienst im Petersdom in Rom. Mit Papst Franziskus höchstpersönlich. Gemeinsam mit zwei deutschen Jugendlichen brachte Maria aus Dornbirn dabei Gaben zum Altar.

Wie oft hat man schon die Gelegenheit, gemeinsam mit Papst Franziskus Gottesdienst zu feiern? Und dann auch noch so nah? Für 23 Sternsingerinnen und Sternsinger aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Slowakei, aus Ungarn und aus Südtirol wurde dieser "Traum" wahr. Sie feierten am Sonntag, 1. Jänner, den Neujahrsgottesdienst mit Papst Franziskus. Die sechs Sternsingergruppen verbrachten den Jahreswechsel in Rom. Die vierköpfige Gruppe aus Österreich war bereits am 30. Dezember nach Rom gereist, um dort dem Österreichischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Alfons M. Kloss, den Sternsinger-Segen zu überbringen.

Besondere Ehre für Vorarlbergerin

Für die VorarlbergerInnen stand aber nicht nurdie Messe mit dem Kirchenoberhaupt auf dem Programm. Sie besuchten auch die Päpstliche Schweizergarde und feierten eine Messe zum Jahresabschluss in der Deutschen Gemeinde im Campo Santo Teutonico. Eine besondere Ehre wurde der zwölfjährigen Dornbirnerin Maria zuteil. Gemeinsam mit drei Kindern aus dem Bistum Trier (Deutschland) durfte sie im Sternsingergewand an der Gabenprozession teilnehmen. Für Maria Winder eine "einmalige Erfahrung", die ihre Knie habe zittern lassen, so die Vorarlbergerin gegenüber "Kathpress" am Sonntag.

Eine sinnvolle Tradition

Bereits zum 13. Mal seit 2001 erleben Sternsinger einen Neujahrsgottesdienst mit dem Papst. Die Sternsingergruppe aus Vorarlberg holt stellvertretend für die 85.000 österreichischen Sternsingerkinder den Segen des Papstes für die diesjährige Sammlung der Dreikönigsaktion. Mit dem Geld wird Jahr für Jahr über einer Million Menschen in den Armutsregionen der Welt zu einem besseren Leben verholfen: Straßenkinder unterstützen, Nahrung und sauberes Trinkwasser sichern, Menschenrechte verteidigen - Sternsingerspenden helfen, Armut und Ausbeutung zu überwinden. Nicht umsonst nannte Papst Franziskus die Sternsinger "Anwälte der Armen und Notleidenden". (red/kathpress)