Dort wo Tod und Leben aufeinandertreffen, steht meistens die Trauer im Mittelpunkt. Dass das nicht immer so ist, beweist der „Día de los Muertos“ (Tag der Toten) ein Brauchtum aus Mexiko. Über die Jahrhunderte hat sich dieses Fest in Mexiko mit der christlichen Tradition von Allerheiligen vermischt. Dort feiern die Lebenden fröhlich und ausgelassen das Totengedenken.

Diese Einstellung hat sich die Bunt-Bar in Feldkich zum Vorbild genommen und feiert bereits seit 5 Jahren am Abend vor Allerheiligen den „Dia de los Muertos“. Dieses Jahr wurde auch die Junge Kirche Vorarlberg mit ins Boot geholt und in Kooperation miteinander wurde der erste „Día de los Muertos“-Nightwalk veranstaltet.

Gedenkt den Toten und feiert das Leben

Am 31. Oktober, sobald es dunkel wurde,  trafen sich dutzende Teilnehmer/innen vor der Johanniterkirche. Diese wurde mit Lichtinstallationen schaurig-schön beleuchtet. Davor gab es die Möglichkeit für Verstorbene Kerzen anzuzünden. Und weil Leben und Tod so nah beieinander sind, wurde daneben auf einer Tafel aufgeschrieben was man selber noch vor dem Tod erleben möchte.

Schaurige Stadtführung

Begleitet von der Band „Nua Mia“ zog der Marsch los, einmal quer durch die Stadt. An mehreren Stationen wurde Halt gemacht, zum einen um auf das Leben und den Tod anzustoßen, zum anderen um den spannenden Geschichten von Silvia Mayer zu lauschen. Sie kennt die Stadt Feldkirch wie keine andere und konnte viel über die Stadtgeschichte erzählen.

Ausgelassenes Feiern

Nach dem Marsch durch die kalte Stadt gab es vor der Bunt-Bar ein heißes Chilli con Carne und Churry-Eintopf. In der Bar ging das Fest weiter mit der Band „Dead Beatz“ und es wurde getanzt bis in die frühen Morgenstunden.