Geschichte der Kirche

Als Vorgängerbau ließen die Brüder Hanns und Jakob von Ems 1467 eine Kapelle errichten, die im Jahr 1468 zu Ehren des hl. Sebastian geweiht wurde. Diese stand in der Nähe der heutigen Pfarrkirche und des Oberdorfer Turms. Diese Kapelle wurde von 1471 bis 1771 von einem hohenemsischen Hofkaplan seelsorgerisch betreut, wobei die Kaplanei im Jahr 1471 gestiftet wurde.

Pfarrlich gehörte das Oberdorf dann zur Stadtpfarrkirche St. Martin und wurde 1785 Expositur. Die heutige Pfarrkirche im Oberdorf wurde 1826/27 gebaut, am 28. Oktober 1828 von Bernhard Galura eingeweiht und ersetzte die bisherige kleine Kapelle.

Die holzgeschindelte Kuppel des Kirchturms erhielt 1870 zunächst eine Eindeckung mit Eisenblech, 1925 dann eine Eindeckung mit Kupferblech. Im Jahr 1888 wurde das Oberdorf eine eigenständige Pfarre. 1875 erfolgte eine erste Renovierung des Innenraums, 1897/98 eine weitere. 1914/15 wurde die Kirche Richtung Westen um 10 m verlängert und 1927/28 nochmals renoviert und ausgebaut. Dabei wurden auch die neuen, noch heute sichtbaren Deckengemälde geschaffen. 1952 wurde eine zweistöckige Sakristei erbaut und 1966 die Kanzel entfernt, neue Fenster eingebaut und der Turm und die Außenfassade repariert. In den Jahren 2011 bis 2013 wurde die Kirche erneut umfassend renoviert.

Seit 1986 besteht ohne Unterbrechung die Bruderschaft St. Sebastian, die zu einer der ältesten Bruderschaften in Vorarlberg gehört. Zu ihrem Geist zählt der Dienst am christlichen Leben, der Dienst für die bedrängte Kirche und der Dienst am christlichen Sterben. Zur Zeit gehören der Bruderschaft 60 Männer und 60 Frauen an. Der Brudertag wird immer am ersten Montag nach dem Patrozinium gefeiert.