Das Einzugsgebiet der Pfarre geht aber über die geographischen Grenzen, da auch Obdorf und Randgebiete von Nüziders hier ihre gottesdienstliche Betreuung finden. So ist der dazugehörige Schulsprengel, der das ganze westliche Bludenz bis zur Fohrenburg umfasst, in den Seelsorgebereich eingebunden.

Am Rande der Stadt Bludenz, jenseits des Galgentobels, im Gebiet des Antoniuswaldes wurde ab 1940 eine große Wohnsiedlung für die ausgewanderten Südtiroler errichtet. Die Auswahl der Wohnungssuchenden erfolgte anfangs sehr einseitig. Parteibuch und Kirchenaustritt spielten eine große Rolle. So war eine seelsorgliche Betreuung der stark wachsenden und bunt zusammengesetzen Bevölkerung sehr schwierig.

Geschichte

Der Stadtpfarrer von Bludenz, Dekan Dr. Adolf Ammann begann nach Kriegsende mit viel Energie eine Betreuungsstruktur aufzubauen. Zuerst entstand in einer ehemaligen Werkstätte in der Forchenwaldstraße ein Pfarrkindergarten, dessen Leitung Schwestern der Caritas Socialis aus Wien übernahmen. Nach vielen schwierigen rechtlichen Abklärungen erhielt er das an die Südtiroler Siedlung südlich anstoßende Grundstück der Familie Wachter für die Errichtung einer Kirche. Dort steht noch heute das unter Denkmalschutz stehende Geburtshaus des Borneo-Missionars Msgr. August Wachter (1878-1945).  Zuerst dachte man an die Errichtung der Notkirche, die nach dem Bau einer großen Maria-Wallfahrtskirche in einen Kindergarten umgebaut werden könnte. Es war ja eine Ex-Voto-Aufgabe: In den letzten Kriegstagen hatte Dekan Ammann das Versprechen gemacht, wenn die Stadt Bludenz von Zerstörung bewahrt bliebe, eine der Muttergottes geweihte Kirche zu errichten  – die Rettung von Bludenz an jenem denkwürdigen 4. Mai 1945 war auch fast wunderbar gewesen.

Schließlich wurde aber der Bau einer Kirche nach den Plänen von Architekt Otto Linder aus Stuttgart, Schöpfer der Hl. Kreuzkirche Bludenz, im Oktober 1948 begonnen. 1949 wurde auf Anraten des Bischofs auch der Anbau für den Kindergarten und die Priesterwohnung in Angriff genommen. Am 8. September 1950 wurde die Fatimakirche feierlich eingeweiht und 1960 das Pfarrvikariat formell zur Stadtpfarre zum Unbefleckten Herzen Mariens erhoben. Das Amt des ersten Pfarrers wurde Alfons Rheinberger übertragen.

Das Einzugsgebiet der Pfarre geht aber über die geographischen Grenzen, da auch Obdorf und Randgebiete von Nüziders hier ihre gottesdienstliche Betreuung finden. So ist der dazugehörige Schulsprengel, der das ganze westliche Bludenz bis zur Fohrenburg umfasst, in den Seelsorgebereich eingebunden.

1965 konnte der auf Pfarrgrund neuerbaute Kindergarten Don Bosco bezogen werden, der wohl zu den schönsten Kindergärten des Landes zählt.

Zahlreiche Priesterpersönlichkeiten haben sich den Aufgaben einer modernen Seelsorge gestellt. Seit 1.Sep.1984 ist Josef Bertsch Pfarrer in Herz Mariae. Seit 2015 ist die Pfarre Mitglied im Seelsorgeraum Bludenz.