Der Monat November steht für Sterben, Tod und Trauer. In der Franziskanerkirche Bludenz gibt es dazu eine besondere Veranstaltung am Sonntag, dem 19. November um 17 Uhr.

Renate Bauer und Martin Sommerlechner, Leiter des Vorarlberger Kleinkunsttheaters der professionellen Bühne „Shakespeare“ bringen eine kleine, sehenswerte Kostbarkeit von Eric-Emmanuel Schmitt zur Aufführung:

„Oskar und die Dame in Rosa“

Renate Bauer hat diese Erzählung für die Bühne bearbeitet. Oskar und die Dame in Rosa ist ein zärtliches, tiefgängiges und humorvolles Stück über die Gottsuche eines Kindes das im Sterben liegt und eines Erwachsenen der Hospiz, der es begleitet. Ein besonders Theaterstück über die Liebe zum Leben und über den Umgang mit dem Tod. 

Renate Bauer, Mitglied des Theaters für Vorarlberg sagt: „Für uns ist es ein tiefes Anliegen diese Thematik an die Menschen heranzutragen. Wir Mitwirkenden sind als Begleiter, als Künstler oder als Eltern betroffen und haben aus diesem Grunde dieses Stück ausgewählt.“

Die Wiener Schauspielerin Christina Aichberger und Martin Sommerlechner (langjähriges Mitglied des Landestheaters) spielen in der Regie von Renate Bauer. Sensibel und faszinierend werden auch Musik, die hierfür komponiert wurde mit Dialogen und Bildtechnik zusammengeführt. Der französische Kultautor Erick-Emmanuel Schmitt sagt über sein Stück: „Ich selbst bin Oskar gewesen. Das Kind, mit dem man nicht spricht, weil einem sein Gesundheitszustand Angst einjagt. Das Kind, das unter dem Schweigen seiner Nächsten leidet, unter dem Schweigen des Himmels, unter all den offen bleibenden Fragen, und das dennoch nie eine unendliche Lebensfreude verliert.“

Die Dame in Rosa betreut als ehrenamtliche Helferin (Hospizmitarbeiterin) Oskar und geht mit ihm auf die Gottsuche. Sie gewinnt das Vertrauen des Jungen und sie spielen zusammen ein Spiel, jeder Tag zählt zehn Jahre …. Du sollst an den lieben Gott schreiben, der hat viel mehr drauf als ich … Zart, heiter, tiefgängig ist dieses Stück.

In einem alten Kirchenlied heißt es: „Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“. Es will uns sagen:  Der Tod ragt in unser Leben herein, er bestimmt unser ganzes Leben, ja er hat einen festen Platz in unserem Leben. Wir begegnen ihm Tag für Tag. Er hat viele Gesichter und kennt viele Namen. Alle, dies sich mit diesem Thema auseinandersetzen, beschäftigen, selbst betroffen sind, sind daher eingeladen, dieses besondere Theaterstück anzusehen.

Heinz Seeburger, Klostervater

Nähere Hinweise zum Theaterstück und den Mitwirkenden

Eintritt: 16,00 € 
Kartenreservierung empfohlen unter Telefon: 0676 6905423
oder an der Abendkassa